Eine Reise zum Abschluss…

Das Bienen- und Honigjahr 2017 war in unserer Region dank dem Jahrhundertsommer mit massiver Tracht im Juni ein Überduchschnittliches. Viel, Honig viel Arbeit und zum Abschluss eine kleine Reise: Diesen Sonntag gehts nach Scheyern zu Besuch beim Bienenhof Pausch

 

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Faszination Naturbau

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Im Bau befindliche Wabe mit ansitzender Königin

Vor drei Jahren habe ich damit begonnen, meine Bienen im Brutraum konsequent auf Naturbau zu halten. Ich mache mir keine Gedanken mehr über Einsatz bzw. Ausschneiden von Drohnenwaben, Grösse der Zellenprägung auf Mittelwänden, durch zu grosszügige Erweiterung schorfig gewordene Mittelwände oder andere menschengemachte Probleme. Ich überlasse das alles den Bienen. Einzige Ausnahme: Durch den Einsatz von Rahmen mit Anfangsstreifen bauen auch meine Bienen immer noch Mobilbau, also in Rahmen gefasste und somit zerstörungsfrei entnehmbare Waben.

Anfangsstreifen

Der Anfangsstreifen gibt die Richtung vor

Die Unterteilung in Arbeiterinnen- und Drohnenwaben hat der Mensch erfunden. In von Beginn an frei bauenden Völkern finden sich keine Drohnenwaben, sondern lediglich Bereiche mit Drohnenzellen. Sie verteilen sich der Schale einer Orange ähnlich rund um das zentrale Brutnest. Anfangs bauen die Jungvölker oder Schwärme im Kernbereich des Brutraumes reinen Arbeiterinnenbau. Aussen herum finden sich dann praktisch auf allen Waben mehr oder weniger Drohnenzellen.

Seit ich diese bienengewollte Nestbauordnung bei meinen Völkern kennenlernen durfte, erachte ich es als ziemlich blödsinnige Menschenidee, im Brutraum durch das Umplatzieren von Waben die Ordnung zu stören. Alles bleibt seither in den Bruträumen meiner Völker dort, wo es die Bienen gebaut haben. Wenn ich eine Wabe entnehme – z.B. zur Ablegerbildung – kommt als Ersatz an genau diese Position ein neuer Leerrahmen.

Ich vermute, dass meine Bienen mehr Drohen aufziehen als ihre durch Mittelwände mehr oder weniger zum Arbeiterinnenbau gezwungenen Schwestern. Gemessen habe ich das nicht, und vieles lässt sich auch nicht so einfach messen. Dafür aber erleben: Wenn ich im Sommer ein Volk öffne, offenbart sich mir eine spürbar stressarme Atmosphäre: Ein angenehmes niederfrequentes Brummen dringt aus dem Stock, die Völker sind extrem ruhig und sanftmütig. Dieser harmonische Zustand ist ansteckend und ab und zu würde ich mich dann am liebsten mit in den Kasten setzen und ein bisschen mitkuscheln, wenn da noch genügend Platz für mich frei wäre. Auch in Sachen Vitalität und Leistungsfähigkeit kann ich aus meiner subjektiven Sicht nur Positives beobachten. Ich bleibe beim Naturbau.

 

 

Vorteile des Naturbaus im Brutraum:

 

  • Weniger Rückstände (Akarizide etc. als Altlasten aus Mittelwänden) in Wabenbau und Honig
  • Weniger Kosten dank minimiertem Bedarf an Mittelwänden.
  • Weniger Arbeit dank Erweiterung in einem Schritt: Der Kasten wird einfach gefüllt mit Leerrahmen, welche dann nach Bedarf von den Bienen mit Waben ausgebaut werden.
  • Naturgemässere Bienenhaltung ohne Drohnenschnitt: Die Bienen ziehen so viel Drohen auf, wie es ihrer Natur entspricht. Auch gibt es genügend tierfreundlichere Alternativen zur Varroabekämpfung.

 

Ein Anfangsstreifen gibt die Richtung vor

Im Bau befindliche Naturbauwabe mit ansitzender Königin

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Die Bio – Imkerei kommt

 

Das Milliardengeschäft mit dem Gift

Es kann den Medien entnommen werden: Konventionelle Landwirtschaft tötet durch den stetig zunehmenden Pestizideinsatz weltweit Bienen und andere Insekten. Sie vergiftet unser Kulturland, unsere Gewässer, alle unsere Mitgeschöpfe und letztlich auch unsere eigene Spezies.

Wir Imkerinnen und Imker jammern zwar über die Probleme, vor welche wir gestellt werdenspielen bis heute aber mehr oder weniger brav mit im tödlichen Milliarden-Spiel der Agrochemiemultis. Durch den massenhaften Kauf von konventionell produziertem Bienenfutter leisten wir genau jenen Vorschub, welche unseren Bienen am meisten schaden. Schilda lässt grüssen.

 

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Weltweiter Anstieg Pestizidverbrauch – Quelle: http://www.evb.ch

Einschneidende Erlebnisse wecken auf

Im letzten Sommer wurde einer meiner Bienenstände – just am Tag der Anlieferung von über einer Tonne Futtersirup aus konventioneller Produktion – durch eine Vergiftung mit Insektiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide stark geschädigt.

Das hat mich wachgerüttelt. Ich mache nicht mehr länger die Faust im Sack und habe den letzten Einkauf von konventionell produziertem Bienenzucker definitv hinter mir. Keinen Rappen werde ich mehr einschiessen in dieses (selbst-)mörderische System des Raubbaus, wie es in der heutigen globalen Agrarwirtschaft vorherrscht.

 

Raus aus der Opferrolle – Imker entscheiden mit über den Agrochemieeinsatz

Wir müssen auf die landwirtschaftlichen Produktionsweisen Einfluss nehmen, wenn wir nicht wollen, dass es unseren Bienen immer mehr an den Kragen geht. Wirkliche Einflussnahme passiert in unserer marktwirtschaftlichen Weltordnung letztlich nur über das eigene Einkaufsverhalten. Mit der Futter-Sammelbestellung in dieser Ausgabe besteht die Möglichkeit, Bienenfuttersirup aus Schweizer Bio-Zucker zu kaufen und so den Agrochemieeinsatz in unserer Gegend zu minimieren.

 

Bio-Imkerei als Alternative

Ich persönlich habe mich entschieden nicht nur mein Futtermittel – Einkaufsverhalten zu ändern, sondern durchzustarten und ernst zu machen mit einer schon länger gepflegten Idee: Ich will meine Imkerei Bio-zertifizieren lassen. Als Teil der stetig wachsenden Gemeinde der ökologisch produzierenden Lebensmittelhersteller will ich künftig auch meinen Kunden die Möglichkeit geben, sich beim Honigkauf bewusst für ein regionales Produkt zu entscheiden, welches in Sachen Umweltverträglichkeit und Reinheit dem heute höchstmöglichen Standard entspricht.

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Anforderungen an die Bio-Imkerei

Ein Sache ist der Standort einer Bio-Imkerei. So darf es im Umkreis der Bienenstände zB. keine offenen Mülldeponien oder Schwerindustrie geben. Auch müssen die angrenzenden Landwirtschaftlichen Betriebe bestimme Kriterien (ökologischer Leistungsnachweis) erfüllen. Gemäss meinen Recherchen ist in unserem Land jeder Standort dafür geeignet.

Weitere wichtige Punkte der Bio-Betriebsweise sind unter anderen

  • Rückstandsfreier Wabenbau in Bienenvolk und Wabenlager
  • Fütterung mit Bio-Zucker oder Bio-Honig
  • Bienenkasten und Rahmen aus Holz (kein Syropor etc.)
  • Kein Flügelschneiden bei Königinnen.
  • Bekämpfung der Varroa-Milbe mit Ameisen- oder Oxalsäure sowie biotechnische Verfahren.

Im Detail: PDF Anforderungen an die Bioimkerei FiBL

Es kostet mehr Geld, biologischen Zucker zu kaufen und es kostet auch Energie, das eigene Handeln zu überdenken und zu ändern. Jeder muss das für sich entscheiden, ob dieser Aufwand sich rechtfertigt.

Der Konsument indes hat sich hierzulande bereits entschieden: Er will definitv Bio. Jedes Jahr im zweistelligen Prozentbereich mehr. Die IG Bio-Imkerei möchte, dass dieser Nachfrage auch ein entsprechendes Angebot gegenübersteht. Als Anschubhilfe ist geplant, ein befristetes Förderprogramm für Imkerinnen und Imker in Liechtenstein einzurichten, welche auf Biologische Bienenhaltung umstellen. Derzeit läuft die Formulierung der Anträge an die Stiftung Agrarmarketing Liechtenstein.

 

Jetzt Mitglied bei der IG Bio-Imkerei FL werden

Es geht los mit der Bio-Imkerei in unserem Land: Die Ersten machen 2017 ihr Umstellungjahr und 2018 wird wohl der erste Honig mit dem Knospe- oder auch Demeter-Label im Handel erhältlich sein.

 

Möchtest Du als Pionier mit dabei sein und die Zukunft mitgestalten oder möchtest Du einfach nur nahe dran sein an den Informationen zum Thema Bio-Imkerei ?

 

Dann melde Dich und werde Mitglied in der IG Bio-Imkerei FL.

Anmeldung hier

 

 

 

 

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Mein Umgang mit der Varroa

 

Seit etwa zwanzig Jahren behandle ich meine Völker mit Ameisensäure gegen die Varroamilbe. Dazu kam rasch der Drohnenschnitt, dann noch die Winterbehandlung mit Oxalsäure. Anfangs hat das einigermassen gut funktioniert. Später musste ich aber, wie die meisten anderen Imker auch, immer wieder zu hohe Winterverluste hinnehmen.

Als ich vor drei Jahren bereits Ende Juni meine stärksten Völker abräumen und einer notfallmässigen Ameisensäurebehandlung unterziehen musste, habe ich mich entschieden das Kernproblem nicht länger zu verdrängen: Unsere Winter werden wärmer und zumindest meine Bienen brüten auch im Dezember und Januar. Der Wirkungsgrad der Winterbehandlung mit Oxalsäure muss deswegen stark in Frage gestellt werden.

 

Um die Sache proaktiv anzugehen, musste ein neues Konzept her: Seit letztem Jahr bin ich gemeinsam mit einem befreundeten Imker Besitzer eines Varroacontroller-Gerätes zur Milbenbekämpfung mittels Hyperthermie und versuche mich zusätzlich im Varroafangen mittels Bannwabenverfahren. Neuer Elan und Forschergeist ist eingekehrt und ich überwintere meine Bienen seit nun drei Jahren in Folge praktisch verlustfrei.

 

Mein derzeitiges Varroabekämpfungskonzept für Wirtschaftsvölker

 

  • Winterbehandlung mit Oxalsäure und/oder Frühlingsbehandlung mit Hyperthermie Anfangs April (je nach Standort, Witterungsbedingungen und Erfolg der Winterbehandlung)
  • Bannwabenverfahren mit der Duplex Wabentasche 21 Tage vor dem Abräumen und Restentmilbung mit Milchsäure oder Oxalsäure
  • Bei Bedarf Herbstbehandlung mit Ameisensäure oder Hyperthermie

 

Varroa-Controller

Bild: ECODESIGN company

Warum sich jetzt um das leidige Thema Varroa kümmern ?

Der ideale Zeitpunkt für diese Prozedur ist im zeitigen Frühjahr. Es gibt dann nur zwei bis drei Waben verdeckelte Brut – also wenig Arbeit bei der Durchführung – und der Prozentsatz der sich in der Brut aufhaltenden Milben ist um diese Jahreszeit am höchsten.

 

Bei Anwendung des Hyperthemieverfahrens mit dem Varroacontroller werden die gedeckelten Brutwaben dem Bienenvolkes entnommen, abgewischt und in das Gerät gehängt. Total finden 18 Waben Platz. Während eines dreistündigen Behandlungszyklus werden diese kontrolliert erwärmt und wieder auf Stocktemperatur abgekühlt. Die Varroamilben bilden dabei ein Hitzeschockprotein aus und sterben binnen weniger Stunden. Die Bienenbrut nimmt keinen Schaden.

 

Auch bei konventionell erfolgter Behandlung mit Oxalsäure im Winter ist es sehr nützlich zu wissen, wie viele Milben im Frühjahr noch in den Völkern sind. Wer jetzt den Varroatotenfall erfasst, erkennt die Ausreisser nach oben, bevor diese im Sommer zum Problem für den ganzen Bienenstand werden können und kann gezielt bereits im Rahmen der Ablegerbildung geeignete Massnahmen zur Milbenreduktion treffen.

 

Mehr zum Thema Varroahyperthermie:

Verein Varroahyperthermie Schweiz

Varroacontroller

 

 

 

 

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Bienenvergiftung – Die Resultate der ersten Laboranalysen

Nach Wochenlangem Warten und unzähligen Nachfragen Interessierter Personen bei mir und anderen Involvierten liegen nun folgende Laboranalysen vor

Untersuchung des Honigs der betroffenen Völker

Es konnten zum Glück keinerlei Pestizide nachgewiesen werden. Der Honig ist von bester Qualität und wird demnächst in den Handel gebracht.

Untersuchung der Pflanzenprobe eines in der Nähe liegenden Ackers, welcher am Vorabend mit einem Fungizid gespritzt wurde

Wie erwartet wurden Rückstände des eingesetzten Spritzmittels nachgewiesen. Jedoch finden sich keine Spuren der beiden Wirkstoffe, welche für den Tod der Bienen (siehe unten) verantwortlich sind. Das Fungizid Opus Top kann als Ursache der Vergiftung ausgeschlossen werden, weil es auf den Bienen zwar nachgewiesen wurde – aber in geringen Mengen. Ebenfalls kann gesagt werden, das die Spritzbrühe nicht mit anderen Mitteln verunreinigt war.

Untersuchungsbericht der Apiservice

Untersuchung der toten Bienen

Die Todesursache der eingesandten Bienen konnte einwandfrei nachgewiesen werden: Sie sind durch die beiden Neonicotinoide Clothianidin und Thiamethoxam vergiftet worden.

Neonicotinoide sind sehr potente Insektizide. Sie sind weltweit in Verruf geraten, weil sie für den Tod von Millionen von Bienenvölkern verantwortlich gemacht werden. Sie sind für die Insektenwelt schlichtweg die Hölle auf Erden. In der Schweiz und Lichtenstein ist die Verwendung seit Dezember 2013 bis Dezember 2015 eingeschränkt (Moratorium). Genaueres dazu im Untersuchungsbericht der Apiservice

Keiner Der umliegenden Äcker wurde gemäss den offiziellen schriftlichen Aufzeichnungen der Bewirtschafter mit einem entsprechenden Mittel gespritzt.

Neue Spur: Neonicotinoide wurden und werden nicht nur gespritzt, sondern vor allem als Mittel zur Saatgutbeizung eingesetzt. Diese für Insekten brandgefährliche Methode wurde mit dem Moratorium für Mais und Raps zumindest bis Ende dieses Jahres verboten. Ausnahme: Getreidesaatgut, welches nach dem 30. Juni ausgesäht wird.

Sehr nahe dem am meisten geschädigten Bienenstand gibt es einen Acker, welcher jetzt mit einer Gründüngungsmischung bestellt ist. Davor wuchs dort Getreide, welches ein paar Tage vor der Vergiftung abgeerntet wurde. Exakt zum fraglichen Zeitpunkt wurde dann diese Parzelle für die Aussaat der Gründüngung bei staubtrockenen Verhältnissen beackert. Es könnte also sein, dass Die Wirkstoffe mit dem Getreide in den Boden gebracht wurden und danach durch die Beackerung wieder freigesetzt und verfrachtet wurden. Eines der Probleme ist die extrem lange Wirksamkeit der Neonicotinoide. Studien berichten von einer Halbwertszeit im Boden bis über 1000 Tage hinaus…

Aufklärung und Handeln tut Not: Falls der Boden belastet ist, tickt hier eine Zeitbombe: Es könnte sein, dass die jetzt dort wachsende Gründüngung durch die systemische Wirkungsweise der Neonicotinoide, wenn sie in ein paar Wochen aufblüht,  ebenfalls zum Horror für unsere Bienen und alle anderen Insekten wird.

Wir bleiben dran…

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Aktueller Stand zum Thema Bienenvergiftung

Es sind im Umkreis des verdächtigen Ackers total mindestens 5 Bienenstandorte Opfer der Vergiftung geworden. Auf dem am stärksten geschädigten Stand sind alle 24 Völker betroffen. Sie haben bis jetzt alle etwa die Hälfte ihrer Population verloren. Ein Volk auch die Königin. Das Volk mit der toten Königin wurde mit einem anderen vereinigt. Bis jetzt ist also ein Volk weniger zu beklagen. Ob die anderen stark geschwächten Völker den Winter er- und überleben werden, muss sich noch zeigen.

An den anderen Standorten – weiter vom verdächtigen Acker entfernt – sind die Schäden differenzierter: Nich alle Bienenvölker haben tausende bis zehntausende von Bienen verloren, sondern nur einzelne Völker sind betroffen. Ich habe anlässlich meines Kontrollganges am letzten Donnerstag rund 35-40 Völker mit einem ‚Friedhof‘ vor dem Flugloch gesehen. Es gibt aber auch Bienenstände im gefährdeten Radius, bei welchen aufgrund der Aufstellung der Völker (keine freie Fläche vor den Kästen, sondern hohes Gras und Gebüsch) eine Diagnose von aussen schwieriger ist. Hier ist jeder Imker gefordert, selber Nachschau zu halten und Schäden gut zu dokumentieren.

Eine Bienenprobe wurde zur Belegung der Vergiftungsursache an ein Bieneninstitut gesandt. Es wird 3 – 4 Wochen dauern, bis ein Befund  vorliegt.

Ebenfalls offen ist die Frage, ob der Honig der geschädigten Bienenvölker kontaminiert wurde. Ich habe beim Amt für Veterinärwesen und Labensmittelkontrolle eine amtliche Beprobung des Honigs vom am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen Stand erbeten. Sicherheitshalber sind auch die entsprechenden ausgeschleuderten Waben zurückgestellt worden.

Mehr zum weiteren Vorgehen in Kürze.

tote Königin - vergiftet ?

tote Königin – vergiftet ?

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More than Honey ist überall

Wir kennen die Bilder der sterbenden Bienen aus dem Film More than Honey. Nun ist es aber nicht etwa so, dass unsere Insekten und mit ihnen die Honigbienen nur weit weg an den Folgen des Einsatzes von Pestiziden sterben. Es geschieht auch bei uns – in unserem heilen Ländle  Liechtenstein – hier und jetzt…

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Mutmasslich durch Pestizideinsatz schwer geschädigte Bienenvölker in Eschen

Am Vormittag des 16. Juli finden sich auf dem Bienenstand an der Brühlgasse in Eschen (Dominik und Rochus) kehrschaufelweise tote Bienen und es werden im Laufe des Tages immer mehr. Die 24 Völker sind stark geschädigt und deren Zukunft sehr ungewiss.

Mutmasslicher Grund – Agrochemieeinsatz: Ein am Vorabend gespritzter Zuckerrübenacker steht als Quelle im Verdacht. Der Bauer hat diesen Acker nach seinen Angaben am 15.7. abends mit mit dem Fungizid „Opus top (BASF)“ gespritzt. Dieses Pestizid enthält die Wirkstoffe Fenpropimorph und Epoxiconazol.  Sicherheitsdatenblatt Opus top

Das Mittel ist gemäss Herstellerangeben bei Verwendung nach Gebrauchsanweisung nicht bienengiftig (wie gemäss Herstellerangaben praktisch alles für uns alle ungefährlich ist, was uns an Agrochemie so zugemutet wird…) In der Gebrauchsanweisung steht allerdings auch, dass das Mittel nicht bei hohen Temperaturen eingesetzt werden darf. Warum, steht da aber nicht. gestern hatte es bedeutend über 30 Grad…

Eine Probe der vergifteten Bienen und eine Probe von den Zuckerrüben Acker wurden zwecks Untersuchung durch den Bienengesundheitsdienst Apiservice genommen. Die Bienen werden leider trotzdem nicht wieder lebendig.

Weitere betroffene Bienenstände Die Lage der Bienenstände mit deutlich sichtbaren Vergiftungssanzeichen (sprich krepierende Bienen vor den Kästen) erstreckt sich vom Rheindamm in Bendern bis ins Ortszentrum von Eschen. Der verdächtige Acker und der am härtesten getroffene Bienenstand  liegen genau in der Mitte. Je weiter entfernt, desto weniger heftig ist das Bild – aber die Schäden sind trotzdem deutlich. Auch hier besteht die Gefahr dauerhafter Schäden.

Imkerinnen und Imker gehören – nicht zuletzt wegen den Folgen der intensiven Landwirtschaft – zu den besten Kunden unserer Zuckerproduzenten. Gleichzeitig wird kaum eine andere Agrarpflanze in unserem Gebiet so intensiv gespritzt wie die Zuckerrübe. Die Folgen sind oben zu sehen.

Agrochemie tötet. Immer wieder werde ich gefragt, was der Einzelne tun kann, um den für uns alle (vor allem für die Landwirte) so wichtigen Bienen und Wildbienen zu helfen.

  • Kaufe keine Produkte aus konventionellem Anbau mehr – Agrochemie tötet und nur der Biolandbau verzichtet auf den Einsatz von Pestiziden.
  • Setze in deinem Garten keine Pestizide ein – Wer den Bienen helfen will und seine Buchsbäume gegen den Zünsler spritzt, hat noch gar nichts begriffen…
  • Pflanze in deinem Garten Bienenpflanzen, dulde Wildnis und stell den Rasenmähroboter ab.
Bei den Honigbienen wird sichtbar, was alle Lebewesen belastet - Agrochemie tötet

Bei den Honigbienen wird sichtbar, was alle Lebewesen belastet – Agrochemie tötet

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Die Varroa im Griff – Juli

Der zweite Teil zum Thema Bannwabenverfahren: Varroabekämpfung, Wabenbauerneurung und Honigernte mit einem Eingriff… Varroa-im-Griff-Juli

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Die Varoa im Griff – Juni

Wolfgang Wimmers Artikel für den Monat Juni. Zentrales Thema ist das Fangen von Varroa mit dem  Bannwabensystem und der Duplex-Wabentasche. Varroa im Griff – Juni

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Die Varroa im Griff – Mai

Der Mai-Artikel aus der  Serie von Dr. Wolfgang Wimmer.

  • Einfluss von Bienen-Viren
  • Die Duplex Wabentasche
  • Ein Vorschlag zur Gewinnung von Wabenhonig

Varroa im Griff – MaiVarroa im Griff – Mai

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