Die Bio – Imkerei kommt

 

Das Milliardengeschäft mit dem Gift

Es kann den Medien entnommen werden: Konventionelle Landwirtschaft tötet durch den stetig zunehmenden Pestizideinsatz weltweit Bienen und andere Insekten. Sie vergiftet unser Kulturland, unsere Gewässer, alle unsere Mitgeschöpfe und letztlich auch unsere eigene Spezies.

Wir Imkerinnen und Imker jammern zwar über die Probleme, vor welche wir gestellt werdenspielen bis heute aber mehr oder weniger brav mit im tödlichen Milliarden-Spiel der Agrochemiemultis. Durch den massenhaften Kauf von konventionell produziertem Bienenfutter leisten wir genau jenen Vorschub, welche unseren Bienen am meisten schaden. Schilda lässt grüssen.

 

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Weltweiter Anstieg Pestizidverbrauch – Quelle: http://www.evb.ch

Einschneidende Erlebnisse wecken auf

Im letzten Sommer wurde einer meiner Bienenstände – just am Tag der Anlieferung von über einer Tonne Futtersirup aus konventioneller Produktion – durch eine Vergiftung mit Insektiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide stark geschädigt.

Das hat mich wachgerüttelt. Ich mache nicht mehr länger die Faust im Sack und habe den letzten Einkauf von konventionell produziertem Bienenzucker definitv hinter mir. Keinen Rappen werde ich mehr einschiessen in dieses (selbst-)mörderische System des Raubbaus, wie es in der heutigen globalen Agrarwirtschaft vorherrscht.

 

Raus aus der Opferrolle – Imker entscheiden mit über den Agrochemieeinsatz

Wir müssen auf die landwirtschaftlichen Produktionsweisen Einfluss nehmen, wenn wir nicht wollen, dass es unseren Bienen immer mehr an den Kragen geht. Wirkliche Einflussnahme passiert in unserer marktwirtschaftlichen Weltordnung letztlich nur über das eigene Einkaufsverhalten. Mit der Futter-Sammelbestellung in dieser Ausgabe besteht die Möglichkeit, Bienenfuttersirup aus Schweizer Bio-Zucker zu kaufen und so den Agrochemieeinsatz in unserer Gegend zu minimieren.

 

Bio-Imkerei als Alternative

Ich persönlich habe mich entschieden nicht nur mein Futtermittel – Einkaufsverhalten zu ändern, sondern durchzustarten und ernst zu machen mit einer schon länger gepflegten Idee: Ich will meine Imkerei Bio-zertifizieren lassen. Als Teil der stetig wachsenden Gemeinde der ökologisch produzierenden Lebensmittelhersteller will ich künftig auch meinen Kunden die Möglichkeit geben, sich beim Honigkauf bewusst für ein regionales Produkt zu entscheiden, welches in Sachen Umweltverträglichkeit und Reinheit dem heute höchstmöglichen Standard entspricht.

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Anforderungen an die Bio-Imkerei

Ein Sache ist der Standort einer Bio-Imkerei. So darf es im Umkreis der Bienenstände zB. keine offenen Mülldeponien oder Schwerindustrie geben. Auch müssen die angrenzenden Landwirtschaftlichen Betriebe bestimme Kriterien (ökologischer Leistungsnachweis) erfüllen. Gemäss meinen Recherchen ist in unserem Land jeder Standort dafür geeignet.

Weitere wichtige Punkte der Bio-Betriebsweise sind unter anderen

  • Rückstandsfreier Wabenbau in Bienenvolk und Wabenlager
  • Fütterung mit Bio-Zucker oder Bio-Honig
  • Bienenkasten und Rahmen aus Holz (kein Syropor etc.)
  • Kein Flügelschneiden bei Königinnen.
  • Bekämpfung der Varroa-Milbe mit Ameisen- oder Oxalsäure sowie biotechnische Verfahren.

Im Detail: PDF Anforderungen an die Bioimkerei FiBL

Es kostet mehr Geld, biologischen Zucker zu kaufen und es kostet auch Energie, das eigene Handeln zu überdenken und zu ändern. Jeder muss das für sich entscheiden, ob dieser Aufwand sich rechtfertigt.

Der Konsument indes hat sich hierzulande bereits entschieden: Er will definitv Bio. Jedes Jahr im zweistelligen Prozentbereich mehr. Die IG Bio-Imkerei möchte, dass dieser Nachfrage auch ein entsprechendes Angebot gegenübersteht. Als Anschubhilfe ist geplant, ein befristetes Förderprogramm für Imkerinnen und Imker in Liechtenstein einzurichten, welche auf Biologische Bienenhaltung umstellen. Derzeit läuft die Formulierung der Anträge an die Stiftung Agrarmarketing Liechtenstein.

 

Jetzt Mitglied bei der IG Bio-Imkerei FL werden

Es geht los mit der Bio-Imkerei in unserem Land: Die Ersten machen 2017 ihr Umstellungjahr und 2018 wird wohl der erste Honig mit dem Knospe- oder auch Demeter-Label im Handel erhältlich sein.

 

Möchtest Du als Pionier mit dabei sein und die Zukunft mitgestalten oder möchtest Du einfach nur nahe dran sein an den Informationen zum Thema Bio-Imkerei ?

 

Dann melde Dich und werde Mitglied in der IG Bio-Imkerei FL.

Anmeldung hier

 

 

 

 

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